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Theater/Film – Interkulturelle Kompetenz

Rita Maria Lönner entwickelt und realisiert seit 2009 Theater- und Filmprojekte, sie führt Regie und leitet das JADE INTERNATIONAL THEATRE FILM. Junge Menschen aus verschiedenen Kulturen und Fachbereichen tauschen sich über internationale gesellschaftspolitische Themen aus und erarbeiten ein Kunstprojekt. Angefangen mit dem Verstehen der eigenen Herkunft und Identität entwickelt sich das Verstehen des Fremden und Respekt. Unterschiede werden als Bereicherung erkannt, gemeinsame Werte und Anliegen entdeckt. Die Teilnehmer setzen sich mit globalen Themen wie Naturschutz, Macht, Ausbeutung, Gewalt, Freiheit auseinander. Sie reflektieren Werte, Stärken und Probleme des eigenen Landes, der internationalen Zusammenarbeit und suchen nach eigenen Gestaltungsmöglichkeiten der Zukunft. Ihre Gedanken und Gefühle drücken sie durch Sprache und Schauspiel aus und schaffen mit ihrer Persönlichkeit und Kreativität ein künstlerisches Werk.

„albatross“ – Ritual aus einer fremden Kultur

Wir sind ein Teil der Erde

„Wir sind ein Teil der Erde“

Und das Gesetz wäre ihnen in die Herzen geschrieben

„Und das Gesetz wäre ihnen in die Herzen geschrieben“

„Am Berge Ging-Ting-Schan“- Tang-Dynastie

 

Studenten reflektieren Chinas Kultur „we are from china –
Blumen am Frühlingsfluss in einer Mondnacht”

Unter der Leitung von Rita Maria Lönner hatten Studenten der Jade Hochschule erstmalig überhaupt die Möglichkeit, unter professioneller Leitung die große Bühne in der Aula der Hochschule zu nutzen und herauszufinden, was „geht“, wenn sich die Bühne öffnet.
Damals wagten sie die Reise in die Ferne: über 8000 km sind es bis nach Hause – wie ist es zum ersten Mal allein in einer fremden Kultur? Mit  „we are from China“ geht die Reise wieder zurück an ihren Ursprung in ihr Heimatland China.

Juni 2013 – Dieses Theaterprojekt ist eine Fortsetzung „einer außergewöhnlichen Aufführung die 2010 im Kulturzentrum Pumpwerk Wilhelmshaven vom Publikum begeistert gefeiert wurde.“
WZ

Publikumsrückmeldungen: „Meine Hochachtung vor den Leistungen aller Schauspieler und der Regisseurin, die in meinen Augen fast Unmögliches möglich gemacht hat.“
A. Watermann

„Mit einer tiefen emotionalen Ernsthaftigkeit und großen Bühnenpräsenz, haben die Akteure das erreicht, was sich jeder Profischauspieler wünscht, das Publikum zu berühren. Als Zuschauer war man wie gefesselt bei den Szenen.“
R. Roth

„Die Chinesen, die vorwiegend ingenieur- und wirtschaftswissenschaftliche Fächer studieren, überraschten und überzeugten mit ihren sprachlichen und auch künstlerischen Fähigkeiten. Vor großem Publikum ist ihnen ein präzises Zusammenspiel gelungen, mit Klarheit, Selbstbewusstsein, hoher Konzentration und Präsenz. Ihre sprachlichen Fähigkeiten konnten sie durch die Aufführung von anspruchsvoller Literatur und einem Theaterstück erfolgreich unter Beweis stellen.“
A. Menn

„Diese Theateraufführung hat mich nachhaltig tief berührt. Danke. Die sprachliche und spielerische Leistung war beeindruckend.“
D. Schönleben

„Frühlingserwachen“ – Tang-Dynastie

 

 

„Heimliche Liebe“ – Zhou-Dynastie

 

Lyrik aus China in Szene gesetzt, sowohl in chinesischer als auch in deutscher Sprache – die Studierenden entdeckten Schätze der Poesie aus ihrem Heimatland. Der Bogen spannt sich von der Dichtung aus der Zhou-Dynastie vor 2000 bis 3000 Jahren bis hin zu moderner chinesischer Lyrik. Einen Schwerpunkt bilden Gedichte aus der Tang-Dynastie (618 – 907), Texte über die Natur, die Liebe und über Fragen an das Leben.
Die chinesische Lyrik wurde zuerst in der deutschen Übersetzung szenisch erarbeitet. Mit körperlicher, emotionaler und persönlicher Beteiligung konnten die Akteure einen tieferen Zugang gewinnen. Diese für sie neue Herangehensweise nutzten sie auch, um das chinesische Original für sich neu zu entdecken. In beiden Sprachen spielten sie Situation und Inhalt mit ganzer Erlebnisfähigkeit überzeugend als schauspielerischen Monolog. Auch in Dialogen wurden die Gedichte durch die Akteure lebendig.

Sie konnten sowohl ihre Muttersprache als auch die Fremdsprache neu erleben. Um sich der Dichtung anzunähern, schrieben sie ihre eigenen Erfahrungen und Gedanken zu den Themen auf und übersetzten aktuelle chinesische Liedtexte ins Deutsche. Diese selbst geschriebenen Texte brachten sie ebenfalls szenisch zur Aufführung. Mit traditionellen und modernen chinesischen Liedern sowie mit Klavierspiel begleiteten sie ihr Stück. Die Chinesen bewiesen Mut, Gefühle in einer künstlerischen Form vor großem Publikum zum Ausdruck zu bringen.

„ … nach Pompinien, bis ans andere Ende der Welt“

 

 „Reise ins Unbekannte“ – Studenten aus China begeben sich auf die Reise in ein fremdes Land

2010 – Die 29 jungen Chinesen hatten die Küste und unter der Regie von Rita Maria Lönner die Bühne erreicht. In Wilhelmshaven entdecken sie eine für sie neue Welt. Sie nehmen an der Jade Hochschule an einem Dialog- und Aussprachetraining teil, das theaterpädagogische Arbeit umfasst. Daraus entwickelt sich ein Theaterprojekt über die Sehnsucht nach der Ferne, die Lust auf Abenteuer, aber auch über Heimweh und die Furcht vor dem Unbekannten. Die Überwindung aller Schwierigkeiten, um das „neue Schiff zu besteigen“, der Abschied, die Trennung, Freundschaft, der Mut, etwas Neues zu wagen und sich den Herausforderungen auf dem neuen Kontinent zu stellen, stehen im Vordergrund. Die Arbeit nutzte einen großen Fundus literarischer Texte von Rilke bis Strittmatter, rund um das Thema „Reisen“ und das Stück „Pompinien” von Ingeborg v. Zadow. Die jungen Chinesen beeindruckten mit einem tiefen Verständnis für anspruchsvolle Literatur. Sie hatten viel Freude, sich auf diese Weise auszudrücken und auch in Liedern die deutsche Sprache und Kultur näher kennenzulernen. Engagiert haben sie auch einen Einblick in ihre Kultur gegeben.

IO, Jade Hochschule: „Es fand eine außergewöhnliche Aufführung statt, die das Publikum begeisterte. Die Chance, mit dem Projekt im Kulturzentrum Pumpwerk aufzutreten, nutzten 29 chinesische Studierende und begeisterten auch dort das Publikum. Sie erhielten Anerkennung sowohl von Kommilitonen als auch von Professoren, von der Öffentlichkeit, im sozialen Umfeld, die auch zu einem größeren Interesse an der jeweilig anderen Kultur geführt hat – ein gelungener interkultureller Austausch.“
A. Menn

Publikumsrückmeldungen:
„Die Schauspieler machten den großen Raum der Aula zu ihrer Bühne, überzeugten sowohl sprachlich als auch künstlerisch, ein beeindruckendes Erlebnis!“
R. Roth

„Ich war total begeistert und vor allem beeindruckt, was diese jungen Leute geleistet haben! Es ist als Laie sehr schwer, schauspielerisch überzeugend zu wirken. Hinzu kam bei diesen Studenten das bestimmt nicht zu unterschätzende Sprachproblem. Beides ist jedoch grandios gemeistert worden. Es wurde so viel Emotionalität in die Sprache gelegt, was Verständnis für den Text voraussetzt. Das Selbstbewusstsein eines chinesischen Studenten, der es geschafft hat, vor Publikum so überzeugend zu sprechen und den berechtigten Beifall dafür zu empfangen, muss enorm gewachsen sein, was sich logischerweise auf die gesamte Ausbildungszeit auf allen Ebenen positiv auswirken muss.“
A. Watermann