Sprache und Schauspiel

„Die Kunst ist eine Vermittlerin des Unaussprechlichen.“
Johann Wolfgang von Goethe

Durch künstlerische Auseinandersetzung mit Texten aus dem Theater, der Poesie und eigenen Texten entfaltet sich Sprechkompetenz, Sprache wird als persönliches Ausdrucksmittel erlebbar. Es entwickelt sich der Mut, sich auszudrücken wie auch das Bewusstsein, sich selbst zu vertrauen.

„In jedem Menschen lebt mehr oder weniger bewusst die Sehnsucht nach Verwandlung.“
„In den Kindern spiegelt sich das Wesen des Schauspielers am reinsten wieder. (…)
Und dabei das klare, immer gegenwärtige Bewusstsein, das alles nur Spiel ist, ein Spiel, das mit heiligem Ernst geführt wird.“
„Nicht Verstellung ist die Aufgabe des Schauspielers, sondern Enthüllung. Wir können heute über den Ozean fliegen, hören und sehen. Aber der Weg zu uns selbst und zu unseren Nächsten ist sternenweit. Der Schauspieler ist auf diesem Weg.“
„Der Schauspieler ist von der unbändigen Lust getrieben, sich unaufhörlich in andere Menschen zu verwandeln, um in den anderen am Ende sich selbst zu entdecken.“
Max Reinhardt

Sprache nicht nur als notwendiges Mittel zur Verständigung – sondern bewusstes Erkunden von Ausdrucksmöglichkeiten ausgehend von der inneren Intuition im Zusammenspiel von Atem, Klang, Resonanzräumen, Zeit und Raum, Stille, Artikulation, Bewegung und Rhythmus.

Im Einzelunterricht oder in kleinen Gruppen liegt die Aufmerksamkeit auf dem individuellen Prozess eines jeden Teilnehmers, der selbst zum verantwortlichen Akteur wird.